Im Kleinbildbereich ist der Film in einer Metalldose geschützt. Beim Einlegen öffnet man die Kamerarückwand und steckt den Filmanfang in eine Lasche, schliesst die Wand und transportiert den Film. Mit dem Rollfilm funktioniert das ähnlich. Vor allem die billigeren Mittelformat-Kameras besitzen Filmeinsätze. Dort wird der Anfang des Rollfilmes auf eine leere Spule gesteckt. Der Filmeinsatz wird dann in die Kamera geschoben und arretiert. Dann wird fotografiert, am Ende der Film ganz abgespult und dann der Filmeinsatz wieder herausgenommen. Wird der Einsatz in der Mitte des Filmes herausgenommen, passiert das gleiche wie im Kleinbildbereich: Der Film wird belichtet und die Bilder sind futsch.
Die Systemkameras hingegen bieten Tageslicht-Wechselmagazine. Darin steckt ebenfalls ein Filmeinsatz, aber durch das Magazin ist der Film jederzeit vor Licht geschützt. So kann mittem im Film ein Lichtschutzschieber vor das Magazin geschoben und dieses von der Kamera abgenommen werden. Später kann das Magazin wieder angesetzt und an der selben Stelle weiter fotografiert werden. Damit eröffnen sich einige Möglichkeiten.
Allerdings haben die Wechselrückteile auch Nachteile: Sie sind schwer und teuer. Gerade wenn man bedenkt, dass (bei 6x6) auf einen 120er-Rollfilm nur 12 Bilder passen, sollte man die Investition in ein Wechselrückteil überdenken. Wer Dias mit 3er-Belichtungsreihen (etwa -1, 0 und +1) macht, bekommt lediglich noch vier Motive auf einen Film. Bei ähnlichen Kauf- und Prozesskosten eines Rollfilms wie eines 36er-Kleinbildfilmes kann es bei niedrigem Filmverbrauch dann deutlich billiger sein, einfach halbvolle Filme bei Bedarf vorzuspulen und die restliche Filmfläche nicht zu benutzen.
Anstelle von Rückteilen kann sich auch eine zweite Kamera (etwa ein günstigeres, älteres Modell, das keine Wechselrückteile bietet) lohnen, die man mit einem anderen Film bestückt. Ein solches Zweitgehäuse ist natürlich auch dann ein Segen, wenn unterwegs die Hauptkamera plötzlich streikt.
Zu den Polaroid-Probeschüssen ist noch zu bemerken, dass sie nicht ganz billig sind (etwa vier Franken pro Bild) und das Handling ausserdem sehr gewöhnungsbedürftig ist. Wegen Überhöhe können sie bei vielen Kameras auch nicht gleichzeitig mit einem Prismensucher verwendet werden. Zu Digitalen Rückteilen ist derzeit (Ende 2001) zu sagen, dass die Preise auf dem Niveau eines teuren Mittelklasseautos liegen und die meisten Rückteile permanenten Stromanschluss sowie eine Verbindung zum Notebook brauchen.