Aktualisiert am 19. November 2002 (genaue Preise H1)
Hasselblad mit neuer 4,5x6-Autofokuskamera "H1" mit Wechselsucher
Die neue Hasselblad H1 bietet Autofokus im Format 4,5x6 mit neuen Zentralverschlussobjektiven.
Dazu gibt es neue 120 und 220er-Rückteile, ein Polaback sowie die Anschlussmöglichkeit an digitale
Rückteile. Die Objektive: Ein 50-110/3.5-4.5 Zoom, 80/2.8, 35/3.5 und ein 150/3.2.
Ab Mitte 2003 sollen auch das 210/4.0, das 50/3.5 und ein 120/4.0-Makro [1:1] erhältlich sein.
Ebenfalls gibt es einen 1.7-Konverter sowi drei Zwischenringe. Diese Autofokus-Objektive
besitzen einen neuen Bajonettverschluss und sind wegen des Bildkreises selbstverständlich
nicht kompatibel zu bisherigen 500er und 2000er-Kameras. Bisherige 6x6-Zentralverschlussbbjektive
sollen aber mit einem Adapter an der H1 verwendet werden können. Neue Objektive für die 200er oder
500er-Kameras wurden an der Photokina nicht vorgestellt.
Details zur H1:
- Hasselblad H1 4,5x6 mit Wechselsucher, wechselbaren Rückteilen und neuen AF-Objektiven
- Preis: 3600 Franken (2400 Euro) für das Gehäuse und 9000 Franken (6000 Euro) für das Gehäuse
mit Prismensucher, 120er-Magazin und HC 80/2.8 (Preise von Leica/Perrot Nidau, November 2002)
- Prismensucher: 90 Grad, 100% Sucherbild mit 2,7facher Vergrösserung.
Dioptrienausgleich von -4 bis +2.5. Eingebauter Blitz mit Leitzahl 12
- Wahl von Zeit und Blende mit Daumenrad, Lichtwaage über zwei Blenden. Diverse Automatiken
- Autofokus-Objektive decken nur den Bildkreis für 4,5x6 ab, Zentralverschluss bis 1/800s.
Fokusanzeige im Sucher bei MF-Betrieb. Bei AF-Betrieb jederzeit manuelles Eingreifen möglich
- Zoom: 50-110/3.5-4.5, 14 Elemente in 9 Gruppen. Naheinstellgrenze 0.7m, ergibt maximal 1:5.2
- Porträtobjektiv: 150/3.2. Naheinstellgrenze 1.3m, maximal 1:6.8 (Bildfeld 38x28cm)
- Neuer 1,7fach Konverter sowie drei Zwischenringe (13,26 und 52mm)
- Mattscheibe mit 7,5mm-Spotmarkierung sowie Marke für den AF-Bereich. Wechselbar, vorerst
nur gegen Gittermattscheibe
- Derzeit noch kein Lichtschacht lieferbar
Rollei 6008 Autofokus
Die neue Rollei 6008 AF ist seit Herbst 2002 lieferbar. Das Gehäuse kostet mit Rückteil,
Lichtschacht, Akku und Handgriff rund 3600 Euro. Auch drei neue AF-Objektive sind lieferbar:
Ein 180/2.8, das 60-140/4.6 sowie ein 80/2.8. Sämtliche bisherigen Objektive des
6008/SLX-Systems sind weiterhin verwendbar, die Scharfstellung wird durch eine
Art Focus Indicator unterstützt.
Die Details:
- Rollei 6008 AF Gehäuse für rund 2800 Euro, komplett für rund 3600 Euro
- AF-Tele Xenar 180/2.8 PQ, bis 1/500s, Naheinstellgrenze 1,8m
- AF-Variogon 60-140/4.6 PQS (13 Elemente in 11 Gruppen), bis 1/1000s, Naheinstellgrenze 0,7m, Gewicht 2,4 kg
- AF-Xenotar 80/2.8 PQS, bis 1/1000s, Naheinstellgrenze 0,8m
- Alle bisherige Objektive seit 1976 verwendbar, Schärfeanzeige
- Lichtwaage im Sucher über +- eine Blende
- Spot, Multispot und Bracketing wie bei der 6008 integral
- Fokussierung über drei in H-Form angeordnete Sensoren
- AF auf Schärfepriorität, Auslösepriorität und manuell schaltbar
- Neuer SCA-Adapter (3562), erlaubt rotes AF-Hilfslicht
(bsp. mit Metz 54 MZ 3) sowie Zoomreflektorsteuerung
- Blitzvormessung ohne SCA auch mit Studioblitzen möglich,
ohne besonderes Messrückteil, ohne Spiegelvorauslösung.
- Kamera über 14 Pol-Kabel fernsteuerbar, Sonderfunktionen
programmierbar (CD-Rom mit Software für Windows).
- Die neue Kamera ist (auch äusserlich) fast identisch mit der jetzigen
6008 integral
- Rollei zielt auf Amateure wie auf Profis. Aus beiden Lagern
hätten sich in der Vergangenheit die Anfragen über eine AF-Version
"gehäuft", so Rollei